Akademie der Künste

John Heartfield

Fotografie plus Dynamit

Heute sind Nationalismus und rechtes Gedankengut wieder eine reale Bedrohung. Umso wichtiger ist es, John Heartfields politische Fotomontagen gegen Krieg und Faschismus erneut zu befragen. Die Ausstellung wirft überraschende Schlaglichter auf sein Werk und seine vom Exil zerrissene Biografie. Im Zentrum steht Heartfields Arbeitsprozess und das Zusammenwirken der Künste – Buchgestaltung, Theater, Fotografie, Trickfilm. In zum Teil erstmals gezeigten Arbeiten und Dokumenten wird sein Bezugsfeld zu Brecht, Grosz und Piscator sichtbar und erweitert u.a. durch eine Mediencollage von Marcel Odenbach, unbekannte filmische und akustische Quellen sowie die virtuelle Ausstellung »Kosmos Heartfield«: www.johnheartfield.de

Aus den Erfahrungen mit Fake News und Bildern, die Gewalt stiften, eröffnen sich neue Blickwinkel auf das Historische: Wird das formale Prinzip der Fotomontage fortgesetzt? Welche Bedeutung haben das Material und die Arbeitsschritte? Die Ausstellung macht deutlich, was Heartfield so außergewöhnlich macht: politisch und ästhetisch zu wirken, eben »Fotografie plus Dynamit«.

Ausstellungskuratorinnen: Angela Lammert,
Rosa von der Schulenburg, Anna Schultz

Die Akademie der Künste präsentiert die Ausstellung vom 21.3. bis 21.6.2020. Sie wird begleitet von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm und einem Katalog mit zeitgenössischen Künstlerstatements. Bis auf weiteres ist die Ausstellung geschlossen.

www.adk.de/heartfield

Abb. John Heartfield: Krieg und Leichen – Die letzte Hoffnung der Reichen, Doppelseite aus der Arbeiter-Illustrierten-Zeitung, 1932, Nr. 18
© The Heartfield Community of Heirs / VG Bild-Kunst, Bonn 2020. Akademie der Künste, Berlin